Hierarchie
Autoren, Werke und Werkteile sind als strukturierte Einheiten miteinander verbunden.
Der neue digitale Index ist nicht einfach eine Reproduktion der gedruckten Ausgabe mit ihren addenda. Seine interne Struktur wurde neu konzipiert und semantisch kodiert, sodass Beziehungen, die zuvor nur für BerutzerInnen sichtbar waren, nun vom Computer erkannt, durchsucht und verarbeitet werden können.
Autoren, Werke und Werkteile sind als strukturierte Einheiten miteinander verbunden.
Die Datierungen in der Spalte aetas wurden in ein maschinenlesbares Format überführt.
Sie werden im neuen digitalen TLL in Autor, Werk und Fundstelle segmentiert.
Der Index wird sich über Textgattungsmetadaten erschließen lassen.
Der gedruckte Index ist eines der grundlegenden Werkzeuge des TLL. Er identifiziert Autoren, Werke, chronologische Angaben, Zitierweisen und editionen. Die frühere digitale Version des Index bewahrte ihn weitgehend in Form einer grafischen Transkription. Einrückungen, Typographie und Layout blieben für Benutzer aussagekräftig, jedoch nicht für die computerunterstützte Verarbeitung.
Es definiert die Struktur des Tools: Autoren, Werke und Werkteile werden als semantisch eigenständige Entitäten kodiert, nicht bloß als Tabellenzeilen dargestellt.
Dadurch kann die Seite auf Suchanfragen reagieren, Beziehungen erhalten und sichtbar machen sowie Einträge chronologisch ordnen.
Es macht die kodierte Struktur durch Einrückungen, Farbcodierung, Abstände und eine übersichtlichere Benutzeroberfläche für die Benutzung leichter lesbar.
Im gedruckten Index wird die Hierarchie häufig durch Einrückung vermittelt. Zum Beispiel kann ein Werk unter dem zugehörigen Autor erscheinen. Während in der früheren digitalen Version die beiden Einträge nicht strukturell miteinander verknüpft waren, werden diese Beziehungen in der neuen Version durch Attribute innerhalb der HTML-Struktur explizit modelliert.
<tr>
<td><u>Ablab.</u></td>
</tr>
<tr>
<td>epigr. 2</td>
</tr>
<tr id="ablab." class="group">
<td><u>Ablab.</u></td>
</tr>
<tr class="group">
<td><p class="work">epigr. 2</p></td>
</tr>
Im neuen digitalen Index können BenutzerInnen weiterhin über die alphabetische Leiste navigieren, die nun links in der Benutzeroberfläche fixiert ist. Sie können aber auch eine Textsuche durchführen, die Groß-/Kleinschreibung sowie u/v ignoriert, entweder über alle Spalten hinweg oder innerhalb einer bestimmten Spalte. Die Suche besteht nicht mehr in einem einfachen linearen Abgleich: Wenn eine Anfrage einen Autor, ein Werk oder einen Werkteil trifft, rekonstruiert das System den relevanten Kontext und liefert ihn mit.
Aug.
rhet.
Cassiod.
rhet.
Apic.
exc.
pim. p. 87, 22
Da die in der Spalte aetas enthaltenen chronologischen Informationen in ein maschinenlesbares Format umgewandelt wurden, können die Ergebnisse nun chronologisch geordnet werden. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Ordnung nicht der Reihenfolge entspricht, in der die Zitate in den TLL-Artikeln erscheinen, da die im Index angegebene Datierung nicht zwingend mit der tatsächlichen Lebenszeit der Autoren übereinstimmt.
Avg. 354–430
Cic. * 106, cos. 63, † 43 a. Chr.
Ivl. Rvf. saec. IV?
Cic.
Ivl. Rvf.
Avg.
Avg.
Ivl. Rvf.
Cic.
Der semantisch angereicherte Index, der in Kürze auch eine Filterfunktion nach Textgattungen bieten wird, ist als Bestandteil der umfassenderen digitalen Infrastruktur des derzeit an der Sapienza entstehenden TLL konzipiert. Durch die Modellierung von Hierarchie, Chronologie, Zitiermustern und Textgattungsmetadaten unterstützt die neue Kodierung die automatische Zitaterkennung, strukturierte Suche sowie neue Formen philologischer und sprachwissenschaftlicher Forschung. Ziel ist es nicht bloß, ein Nachschlagewerk zu digitalisieren, sondern es in eine interoperable wissenschaftliche Forschungsumgebung zu verwandeln.